Fachbereich Imkerei – Wissen und Vernetzung

Wissen und Vernetzung

„Politische Tiere sind jene, bei denen das Werk zu einer einzigen, gemeinsamen Sache wird, was nicht alle in Herden lebenden Tiere tun. Solche sind der Mensch, die Biene, die Wespe, die Ameise und der Kranich.“ – Aristoteles Historia Animalium, 4. Jahrhundert n. Chr.

Die Biene erinnert uns daran, dass das Große nur gelingt, wenn viele kleine Kräfte weise ineinandergreifen. Aus dieser Überzeugung heraus ist unsere Imkerei fest in ein Netzwerk aus Wissenschaft, Naturschutz und regionaler Gemeinschaft eingebunden. Unsere wichtigsten Säulen und Fach-Links haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Unsere Honigbienen sind wichtig – aber sie sind nicht allein. In unserer Region leben hunderte faszinierende Wildbienen- und Hummelarten, die unsere aktive Unterstützung im Garten und in der Landschaft brauchen.

NABU Bauanleitungen: Erfahren Sie, wie eine Wildbienen-Nisthilfe aussehen muss, damit sie den Tieren wirklich hilft, statt ihnen zu schaden.

wildbienen.info: Das umfassende Standardwerk von Dr. Paul Westrich über das Leben und den Schutz unserer Wildbienen.

naturadb.de: Finden Sie im Handumdrehen heraus, welche Pflanzen echten Nektar und Pollen für Wildbienen liefern.

Stimmen aus der Geschichte: Bienen und Honig im Wandel der Zeit

Schon vor über 9.000 Jahren nutzten Menschen in der Jungsteinzeit nachweislich Bienenwachs, und bereits im Alten Ägypten wurden Völker gezielt in Tonröhren gehalten – die Imkerei gehört damit zu den ältesten Handwerken der Menschheitsgeschichte.

Nicht nur wir staunen heute über die Bienen – sie faszinieren die Menschheit seit Jahrtausenden. Ein kleiner Streifzug durch die Geschichte zeigt, wie tief die Ehrfurcht vor diesen Tieren und ihrem Handwerk verwurzelt ist:

Die Antike: Das unbegreifliche Wunder

„Die Natur ist eine so mächtige Kraft, dass sie aus dem, was fast nur der winzige Schatten eines Tieres ist, etwas Unvergleichliches geschaffen hat!“ – Plinius, Naturalis Historie ( um 77 n. Chr.)
„Die Biene führt ein tadelloses Leben“ — Aelian , De natura animalium (um 215 n. Chr.)

Das Alte Testament und Der Koran: Heilung und Segen

„Iss Honig, mein Sohn, denn er ist gut.“ — Sprüche 24,13 (Altes Testament)
„Es ist ein Land, darin Milch und Honig fließen.“ — 2. Mose 3,8 (Altes Testament)
„Aus ihren Leibern kommt ein Trank von unterschiedlichen Farben, in dem Heilung für die Menschen ist.“ — Sure 16, 68–69 (Koran)

Das Mittelalter: Kunstfertigkeit und Gemeinschaft

„Sie [die Biene] baut ihre Waben mit großer Kunstfertigkeit, wie ein Mensch sein Haus baut.“ — Hildegard von Bingen (Physica, Buch VI um 1155)

„Sie [die Biene| hat einen Herrscher, dem sie gehorcht, und sie liebt die Gemeinschaft so sehr, dass keine Biene allein leben kann; trennt man sie vom Stock, stirbt sie bald vor Einsamkeit.“ – Albertus Magnus, De animalibus (Über die Tiere), Buch XXVI (De apibus um 1250)

Neuzeit und Heimat: Vom Wert der Natur und der inneren Ruhe

„Honig ist das edelste Geschenk der stillen Wiesen.“ — Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen, „Der abenteuerliche Simplicissimus“ (17. Jahrhundert)

Dass unsere Region schon immer ein guter Boden für Natur und Handwerk war, zeigt auch ein Blick in die Chroniken unserer eigenen Heimat: „Sengwarden ist ein altes Kirchdorf, das von guten Feldern lebt und vom stetigen Wind getragen wird.“ — Topographisch-statistische Beschreibung des Herzogtums Oldenburg (1825)

„Was die Stürme des Lebens zu zertrümmern suchen, nämlich den Glauben an eine gütige, allwaltende Liebe und Weisheit, die Ruhe und den Frieden der Seele, das gibt segnend der Bienenstand wieder.“ – F. Zuck Die Bedeutung der Bienenzucht für die Landwirtschaft (1908)

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